Bewehrte Erde

Die Entwicklung von Besiedlungen erfolgte oft an Orten, die durch ihre geografische Position ungünstig gelegen waren. Abhänge, Steilhänge und unwirtliche Oberflächen sind im Laufe der Zeit durch Techniken und Mittel die sich in ständiger Weiterentwicklung befinden, verändert worden.

Hangverbauungen, Befestigung von Straßenaufschüttungen, Erdrutsch gefährdete Abhänge, Steinschlag und Lawinendämme sind nur einige der zahlreichen Anwendungsbereiche für das System der "Bewehrten Erde".

 

Im engeren Sinne wird unter "Bewehrte Erde" eine Form von Stützbauwerken verstanden, die ihre Anfänge in den 1960er Jahren findet. Dabei handelt es sich um in den Boden eingelegte Bewehrungsbänder, die Zugkräfte aufnehmen und diese über Reibung in den Boden abtragen. Damit ist es möglich Böschungen und stabile Ufer mit sehr hohen Neigungswinkeln und kleineren Querprofilen herzustellen und dabei gleichzeitig Raum und Aushubmaterial zu sparen.